Wirkung. Doch als er weiter auf sie zuging, begann sie erneut zu kreischen. Verfluchtes Weibsstück! Wie gut, dass kein Laut nach außen dringen konnte. Niemand würde sie hören, genauso wenig wie irgendwer Vivian gehört hatte. Mit einem letzten Schritt war er bei ihr und zog sie mit einem Ruck zu sich heran. Mit dem Messer ganz nah an ihrem Gesicht wurde sie schlagartig still. Welch eine Wohltat für sein gepeinigtes Gehör. Er brauchte keine Kraft anzuwenden, um sie auf den Boden zu zwingen. Sie folgte jeder Bewegung der Klinge. Sie lag. Er saß auf ihrem Becken, nun doch fast wie ein Liebhaber. Aber anstatt ihren nackten Körper mit seinen Händen zu liebkosen, fuhr er mit dem Messer über ihren Leib. Sie bäumte sich auf und hätte wieder geschrien, wenn er ihr den Mund nicht zugehalten hätte. Ihre Augen waren riesig. Ausdrucksstark. So, wie er sie haben wollte. Rinnsale ihres Blutes bildeten einen schönen Kontrast zu der weißen Haut. Er schnitt noch einmal. Ein bisschen tiefer. Sie versuchte sich unter ihm hervorzuwinden. Warf sich hin und her. Erstaunlich, welche Kräfte sie trotz der Drogen, die er ihr eingeflößt hatte, entwickelte. 

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Ein unachtsamer Moment und nun war er es, der aufschrie. Weniger aus Schmerz, eher aus Überraschung. Das Biest hatte ihn gebissen! Reflexartig riss er seine Hand von ihrem Mund, und sie nutzte die Gelegenheit, um lauthals loszuheulen. Er holte aus und ließ seine Faust auf ihren Wangenknochen sausen. Da war sie ruhig. Endlich. Er betrachtete die Bisswunde, die sie ihm zugefügt hatte. Sie tat weh, aber es hätte schlimmer sein können. Na warte! Das wirst du büßen, kleine Schlampe. Normalerweise hob er sich die Augen auf, bis sie bewusstlos waren. Ein kleiner Akt der Gnade. Aber die hier hatte sich das nicht verdient. Er nahm sein Messer fester in die Hand, genoss den Moment, als der Griff mit seiner Hand verschmolz, als wäre er mit ihr zusammengewachsen. Dann senkte er die Klinge und schnitt. Blut troff aus der Wunde und hinterließ eine rote Tränenspur auf Luisas Wange. Sie rührte sich nicht mehr. Er hoffte, sie lebte, denn er war noch nicht fertig mit ihr. Er schälte das zweite Auge heraus, bewunderte das rote Muster auf ihrem Gesicht. Vorsichtig hielt er seine Beutestücke in der freien Hand. Ihr Blut vermischte sich mit seinem.

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